So fing es an:
Geboren wurde ich im September 1975 in Aachen, der Stadt am Dreiländerpunkt Belgien/Holland/Deutschland.

Erst nach Abitur und Zivildienst konnte ich mich von meiner Stadt trennen und es zog mich für ein Semester nach Frankreich zum Studium.

Meine Filmanfänge:
Bei meinem anschließenden Schnupperpraktikum in der Produktionsfirma von Hans Meiser, entdeckte ich meine Begeisterung für Film und Fernsehen und kurze Zeit später arbeitete ich schon am TV-Set der "Motorrad Cops".

Was ich jedem rate der ins Filmbusiness möchte:
Wer ins TV Geschäft will, der schafft es auch. Das ist alles kein Buch mit sieben Siegeln, man muss sich nur an die Spielregeln halten und das mitmachen was alle anderen auch ertragen. Also, lange Arbeitstage -Nächte, unbezahlte Überstunden, Wochenendarbeit und eine bunte Mischung aus Narzissten, Egoisten, Träumern, Spinnern und atemberaubenden Menschen ertragen bzw. genießen.

Traumberuf - Stuntberuf:
Und eben in dieser TV Serie lernte ich auch die Stuntleute des Stuntteams Steinmeier/Mohr kennen. Bis zu diesem Zeitpunkt die beeindruckendste Truppe Menschen die ich kannte. Keine Bekloppten mit Hang zum Suizid, sondern smarte Cowboys mit einer fast kindlichen Begierde zu Spielen.
Nicht mehr abzubringen von der Idee das zu erlernen, zog ich kurze Zeit später nach München und begann meine Ausbildung in der Bavaria Stuntshow. Danke noch mal an dieser Stelle an Michael und Mac die mir die Chance gegeben haben.
Und so kam eins zum anderen. Bereits im gleichen Jahr hatte ich meine ersten Dreheinsätze bei dem TV-Film „Todesfahrt der MS Seestar“.

7 aufregende Jahre:
Nach dem ich dann wieder zurück nach NRW (Köln) gezogen war, konnte ich mich vor Aufträgen kaum noch retten und 7 Jahre lang war das Set mein zweites Zuhause.
Stuntman zu sein hat einen Vorteil: Man darf ganz offiziell die Sachen machen die Andere als zu verrückt betrachten.
Viele viele Drehtage und unzählige Filme später lernte ich meine Freundin Anja kennen und nach anfänglicher Distanzbeziehung leben wir jetzt beide seit 1 Jahr glücklich zusammen in Köln.

Das Erlebnis „Peking Express“ und was es für mich bedeutet:
„Peking Express“ war trotz meines aufregenden Berufs das größte Abenteuer meines Lebens. Nie hätte ich gedacht, daß es so schwer sein kann seine eigenen Hemmschwellen zu überwinden. Sei es die extremen hygienischen Bedingungen oder anfänglich viel mehr die Überwindung, wildfremde Menschen um Hilfe und Obdach zu fragen. Das alles anzunehmen und dabei nicht einmal etwas zurückgeben zu können, so wie wir es in Deutschland gewöhnt sind. Das Einzige was wir geben konnten, war Dankbarkeit, die Menschen an unserer Geschichte teilhaben zu lassen und uns Ihre Geschichte anzuhören. So wurde jeder Einzelne der uns auf unserem Weg geholfen hat ein Teil unserer „Peking Express“ Geschichte und jeder Einzelne hat seinen Teil dazu beigetragen, das wir Stück für Stück vorwärts kamen.
Mein Respekt und meine Hochachtung gelten diesen Menschen für Ihre Hilfe und diesem Volk für ihre vorbildliche Menschlichkeit.

Ich hoffe sehr das keiner die Zeit bereut die er auf unserer Seite verbracht hat und Ihr vielleicht das ein oder andere Mal etwas gesehen oder gelesen habt das euch interessiert oder sogar bewegt hat!!!