Der Sunshine State Florida der zu Recht seinen Namen trägt

 

Wieder an „meinem“ Strand zu stehen, im warmen Meerwasser zu baden und den Beachboulevard zu genießen war einfach super. Nach vier Jahren stand ich wieder an der Stelle, an der ich in meinem Auslandsstudiensemester auch gestanden hatte. Ich hatte das echt vermisst und war irre glücklich hier zu sein. Wieder an dem Campus zu stehen war sehr toll. Ist einfach ein genialer platz zum studieren, direkt am Meer, genialer neuer Beachvolleyballplatz, neue Boote im College eigenen Hafen zum ausleihen und rausschippern, einfach mal die Seele baumeln lassen und vom lernen entspannen wenn man af dem Boot ist und das Meer unsicher macht. Und dann all die Palmen, es ist wirklich irre grün hier, die Pelikane – all die schönen Tiere hier die man ständig beobachten kann und die einen immer wieder scmunzeln lassen. Oder Schwärme von Wellensittichen die immer wieder am Starnd auftauchen und sich im Schutz der Gräser verstecken aber dabei einen ungeheuren Lärm veranstalten. Ich mag es einfach in Florida zu sein, ich fühlte mich hier wohl und ich fühle mich hier immer wieder wohl.

 

Ein gebrochener Jetski und jede Menge Spaß

Apropos Wassersport: Jetski fahren – das musste ich auch ausprobieren, hatte ich doch zuvor nur surfen, segeln und kajaken meinen Interessen zugeordnet. Und los ging es: Wir hatten die Jetskis für eine Stunde gemietet und rasten wie wildgeworden über den Ozean. Und dann sind wir zu zweit auf dem Waverunner gefahren (es war ein Dreisitzer) und ich habe es doch tatsächlich geschafft ihn „slippen“ zu lassen: mit vollspeed eine kurve zu machen und dann sofort das Ruder wieder rumreißen. Das Ende vom Lied – es hat uns beide vom Jetski geschleudert. Nice job! He, das war großes Kino, genau das richtige für mich.

Ansonsten waren wir echt jeden Tag am Strand, egal ob Wolken am Himmel sind oder nicht. Hat schon was wenn man nach der Arbeit einfach im Meer baden gehen kann. Am Abend treffen wir uns oft mit freunden, kochen zusammen (wobei meine europäischen Kochkünste hier echt gut ankommen, aber das muss ja bei dem amerikanischen Geschmack nichts heißen). Ich finde den Lebensstil den man in Florida haben kann einfach klasse: tagsüber arbeiten, am frühen Abend an den Strand zum surfen, am späten Abend mit Freunden zusammen kochen, manchmal in Strandnähe bowlen gehen, am Wochenende die neuesten Streifen im Kino sehen noch Monate bevor Europa überhaupt davon weiß gehen, an Donnerstagen Karaoke singen in der Strandbar „Hurricane“, natürlich immer wieder ausgehen und Bars unsicher machen. Und das alles IMMER in kurzen Hosen und T-Shirt mit keinen Gedanken an Regenschirme oder warme Pullover. Traumhaft, gelle ;-)?!!

Schwimmende Hunde und ein netter Surfversuch

Und dann das surfen: ich kann es kaum glauben aber ich habe es geschafft dabei die Hände voller Blutblasen zu bekommen. Au man. Und gestern also war ich fest dabei endlich vorwärts zu kommen mit meiner Geschicklichkeit. Ich sprang wie verrückt auf das Board, hatte das Segel gut in der Hand, kapierte endlich wann man das Segel vor und wann zurücklehnen muss, hatte den Punkt kapiert an dem man um das Board herumwatscheln muss um das Board zu drehen und dann auch noch das Segel im richtigen Momenten nach vorn zu lehnen und nach innen zu ziehen. Und dann DAS: vor mir tauchten auf einmal Horden wildgewordener Schwimmer auf. Was um Himmels willen ….. Das war ja ein ganzer Club! Ach du liebe Güte, das bedeutete Stress für mich. Die hatten auch noch Badehauben auf, darauf der Clubname „Swimming Dogs“, sehr kreativ, wusste gar nicht das Hunde so toll schwimmen das es ein nacheiferungswürdiger Akt der Natur sein sollte. Aber bitte, jedem sein Stück vom Brot, tststststs. Auf jeden Fall versuchte ich krampfhaft aus der brisanten Situation herauszukommen. Aber zu guter Letzt rettete ich mich aus der Situation und packte es nicht nur einen Tack zu surfen (das ist eine gaaaaanz normale Drehung des Boards), sondern auch einen Freestyle Jibe zu surfen. Wow. Am Ende des Tages, und wir sind jeden Tag zwischen 4 und 10 Uhr am Abend am Strand, hatte ich Blutblasen an den Händen und Wasserblasen an den Füssen. Jajaja, ich bin eben auch nur ein Weichei …. was soll man machen. Überlebt die Mongolei aber kommt beim surfen nicht ohne Blasen und Blessuren aus. So spielt das Leben eben manchmal!

Aber sonst hatte ich nur Spaß und bin braungebrutzelt wieder hier gelandet: im Regen und bei 14 Grad. Naja, nicht der dollste Empfang. Aber dafür wartete Marc auf mich, das machte den Rest wieder wett.

Bis dahin and have a nice day,

Anja.