Die 12. Etappe und damit das Finale des „ Peking Express “

PEKING ist erreicht!!!!!!!!!!

 

Bis hierher haben wir nun alles gegeben: haben gekämpft, gelacht, gelitten, gestaunt, gestritten, geweint. Sind wieder und wieder weit über unsere Grenzen hinausgegangen, aber haben jede Minute dieser Reise genossen und sie als etwas ganz besonderes angesehen. Wir sind dankbar für diese Chance und stolz auf uns, dass wir es gemeinsam bis hierhin geschafft haben.

 

Start in die letzte Etappe – die Sonne scheint und das Haar sitzt…..

 

Die letzte Etappe startet an einem sonnigen Morgen in Chengde. Wir sagen leise tschüß zu den ehrwürdigen Mauern der Sommerresidenz. Der Check-out ist in einem Tempel mitten in der Stadt. Wir vier sind sehr aufgeregt, nur ein Tag trennt uns jetzt noch vom Finale und damit von Peking. Als der Startschuß fällt, dürfen Susanne und Meik zehn Minuten vor uns loshiken. Denn sie waren es, die gestern als erste in Chengde angekommen waren.

Marc und ich versuchen noch „in Ruhe“ einen Apfel hinterzuschlucken um Kraft zu haben für die nächsten Stunden. Aber so richtig schmecken mag es nicht, die Aufregung lässt den Magen zu unruhig zurück. Und dann geht es auch für uns los: wir sprinten auf die andere Seite der Strasse und bekommen auch schon nach anderthalb Minuten einen Wagen angehalten. Er hilft uns für ein paar Kilometer und dann müssen wir wieder allein weiterschauen. Wir versuchen uns erst einmal zu orientieren. Bisher hatte Marc in Sachen Fährtensuche immer den besseren und damit auch den Gewinnerriecher. Aber diesmal scheiden sich unsere Geister in Bezug auf die zu nutzende Strasse. Die Passanten die wir fragen machen wieder vieldeutige und scheinbar in alle Himmelsrichtungen zeigende Bewegungen. Uff, na das hilft ja nicht sehr weiter. Aber ich setze mich durch und wir laufen über die Brücke und stoppen dort weiter Autos. Und während wir uns wieder aufteilen hält ein kleiner roter Wagen neben uns. Die zwei Männer im Auto sind Geschäftsleute und finden uns scheinbar sehr ulkig. Das scheint zu helfen und sie nehmen uns mit. Wir sagen ihnen, dass wir nach Nankou müssen, sie nicken ab und meinen da fahren sie auch hin. Na dann – wenn das mal kein Glücksgriff war!!!! Jipiieeehhh! Die zwei Männer lieben anscheinend Cranberries denn die schaufeln sie ohne Unterlass in sich hinein. Sehr lustig zum anschauen. Und auch wir bekommen die Hände vollgeschüttet und futtern gehorsam die kleinen roten Perlen die, wie wir gesagt bekommen, unheimlich gesund sein sollen. Die chinesischen Richtungszeichen machen uns derweil ziemlich irre im Kopf, irgendwie scheinen die hier einer anderen Logik zu folgen als wir es gewohnt sind. Wir fliegen die Strasse entlang, vorbei an Simatai, dem Ort an dem wir die chinesische Mauer bestiegen haben, vorbei an Miyun der Disney-ähnlichen Stadt und vorbei an Huariou, der Stadt in der wir noch vor kurzem nicht wussten wo oben und unten ist.

 

Sind wir hier echt noch richtig?

 

Die Fahrt der beiden Geschäftsmänner geht unbeirrt geradeaus weiter. Und Marc und ich schauen uns verwundert an, wissen das Nankou jetzt mal bald nach rechts weggehen muss, aber die chinesischen Schriftzeichen in der Schnelle des Vorbeifahrens zu lesen und auf der Karte wieder zu erkennen, ist echt eine Herausforderung an das Gedächtnis. Und dann denken wir an die Worte die wir noch vor kurzem von einem Fahrer gesagt bekommen haben: passt ja auf wenn ihr nach Peking fahrt, Peking beginnt schneller als ihr denkt und schon seit ihr mitten drin in der Rushhour. Und irgendwie wurden wir auch das Gefühl nicht los, dass unsere Fahrer eben nicht nach Nankou sondern nach Peking fuhren! Auweia, Aufregung machte sich breit, und schnelles handeln war angesagt – jetzt sofort! Raus hier! Wir dankten unseren Fahrern für den langen Ride und versuchten dann mit Händen und Füssen herauszufinden, wo auf der Karte wir uns befanden. Wir hatten einen Verdacht – nämlich genau an der Stelle, wo es Richtung Nankou abging, aber die Straßenbeschilderung in chinesisch ließ für uns den finalen Schluss nicht fehlerfrei zu. Am Straßenrand war eine Autowerkstatt, also versuchten wir es da. Aber auch nach vielen Erklärungen war nicht klar, ob wir hier richtig waren. Nun gut, wir verließen uns dann auf Marc's Spürnase und stellten uns an die Strasse, die unserer Meinung nach die richtige war. Und auch kaum zehn Minuten gestanden, hatten wir einen Hike. Der alte Mann sprang aus dem Wagen und packte nach minikurzer Erklärung unsere Rucksäcke in den Kofferraum und weiter ging es. Juhu! Wow, das war schnell, schon fast unheimlich schnell. Und da wir außerhalb von Nankou den Heping Tempel suchen, muss sich unser Fahrer gehörig durchfragen. Helfen können wir ihm dabei leider nicht – unsere chinesisch Kenntnisse dürfen hier ja nicht mal erwähnt werden, aber wir sind dankbar das er sich so einsetzt. Und dann fahren wir vielleicht noch 20 Minuten und sind da! Juhu – der Tempel ist erreicht.

 

Ein herrlicher Tempel als Ort der Ruhe vor dem Sturm

 

Er schaut sehr alt aus, wir treten durch das große hölzerne Tor und stehen auf einem großen Hof – auf der linken Seite aus Stein, auf der rechten Seite grasbewachsen. Vor uns eine fantastische alte Steintreppe, ausgetreten mit der langen Geschichte eines heiligen Tempels - sie führt direkt in die Tempelanlage nach oben.

Wir sind die ersten die das Ziel erreichen und sind glücklich darüber. Aber die Ruhe hier ist viel faszinierender, Shaolin Mönche werden hier seit vielen Jahren ausgebildet. Die Shaolin sind ein 1500 Jahre alter Mythos. Sie gelten als die besten Kämpfer Chinas. Der Legende nach besiegt ein Dutzend Shaolin eine ganze Armee. Ihr Kampfstil gegen einen imaginären Gegner beruht auf 150 Grundübungen, die man ein Leben lang durch hartes Training perfektioniert. Wir bekommen Tee gereicht und dürfen ausruhen. Die kleinen Kinder hier im Kloster, wir schätzen die jüngsten sind vier Jahre alt und die Jugendlichen ungefähr 16 Jahre alt, werden alle zu Shaolin Mönchen ausgebildet. Zuerst dürfen wir einer Vorstellung folgen, welche extra für uns gegeben wird. Die Kraft, der Mut und die Ausdauer der Kinder ist wundervoll. Auch wenn etwas nicht klappt wird noch einmal kurz gehüpft, der Kopf geschüttelt, es folgt ein Lachen – und weiter geht es. Sehr schön das zu sehen. Es bringt Ruhe in unsere Gemüter und später zeigen uns die jungen Menschen einige Griffe und Bewegungen der Shaolin. Es ist anstrengender als geglaubt und wir alle vier schwitzen tüchtig dabei. Am Abend kocht die Köchin des Klosters für uns alle sehr leckeres chinesisches Essen: verschiedene Suppen, Gemüse, Nudeln und Fleisch. Die Stimmung ist noch einmal sehr ausgelassen und gelöst. Ich habe am nächsten Tag meinen 26. Geburtstag – eben genau am 26.September 2004 – dem Tag des Peking Express Finales. Ich möchte gern mit meiner Familie telefonieren, aber es geht nicht, nicht erlaubt. Ausnahmen gab und gibt es auch jetzt keine. Und plötzlich ist die Ruhe im Kloster gar nicht mehr so gut, denn nun hat man Zeit, Zeit um sich über die letzen sieben Wochen Gedanken zu machen, Revue passieren zu lassen was man geleistet hat, was fremde Menschen für uns getan haben, wo wir überall waren, was wir alles erlebt haben.

 

Vielleicht ist das hier im Kloster doch etwas ZUVIEL Ruhe????

 

Ich fühle mich auf einmal furchtbar schlapp, mitgenommen, kraftlos und will vor allem eines nicht mehr: trampen! Die Tränen fließen, ich würde jetzt gern meine Eltern hören die mir zuraunen das alles gut wird und sie stolz auf uns sind. Aber es geht eben nicht. Morgen Abend, nach dem Finale werden wir daheim anrufen können – das erste Mal nach all der Zeit. Auf das freuen wir uns fast mehr als auf das Finale. Und Marc muss mir versprechen, dass er an meinem Geburtstag am Abend noch mit mir essen geht, egal ob wir verlieren oder gewinnen. Er nimmt mich in den Arm und spendet wichtigen Trost. Alles wird gut werden und wir werden feiern – ganz bestimmt, und wenn nicht den Sieg dann auf jeden Fall die bisher aufregendste, tollste und faszinierendste Reise unseres Lebens, begleitet von Menschen deren Großzügigkeit und Güte wir immer im Herzen tragen und ehren werden.

Wir erfahren dann von Patrice, dass unser Finale rund 12 Stunden dauern wird. Wir bekommen alle große Augen und denken das gleiche: wir haben kaum mehr Kraft über und dann geht das Finale noch über so viele Stunden? Aber was muss das muss, hihihihi. Wir schlafen sehr unruhig, ich kann eigentlich kaum schlafen, wache mehr neben Marc als das ich schlafe und um mich zur Ruhe zu bringen singt mir Marc nachts noch ein Happy Birthday Lied. Um 6 Uhr ist aufstehen angesagt – die Knie sind nun doch sehr weich und das Herzchen klopft wie wild. Wir packen das letzte Mal den Rucksack reisegerecht. Saubere Sachen haben wir schon lange nicht mehr, und duftende Klamotten sind uns auch schon lange kein Begriff mehr. Aber es ist der letzte Tag der Reise und die Aufregung steigt pro Sekunde, nicht pro Stunde. Punkt 7 Uhr ist Rennstart. Marc und ich dürfen als erste starten, weil wir gestern auch zuerst im Kloster ankamen. Wir glauben nicht das es entscheidende zehn Minuten im Rennen um das Finale sein können, aber wir freuen uns doch. Sind jetzt furchtbar gethrillt, haben klopfende Herzen, weiche Knie, nasse Hände – und die Freude ist unbändig groß.

 

Erste Zielschussrichtung am Morgen: PEKING

 

Peking (Beijing) ist die Hauptstadt der Volksrepublik China und zugleich ihr politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. Es ist auch eine der kulturhistorisch bedeutsamsten Städte auf der Welt. Peking befindet sich auf einer nur ca. 50 m über dem Meeresspiegel gelegenen Ebene, die im Westen, Norden und Osten von Bergen umgeben ist und sich nach Südosten hin zum Meer öffnet. In Peking herrscht ein warmes, gemäßigtes Klima mit ausgeprägten jahreszeitlichen Schwankungen.Das heutige Peking hat eine Fläche von 16.808 qkm, zuzüglich Stadtvierteln von 1.040 qkm. Ende 2001 hatte Peking 11,22 Mio. Einwohner, also durchschnittlich 668 Einwohner pro qkm.

 

Wir rennen los und machen das was uns hier in China immer weitergeholfen hat: wir nehmen den Bus! Die Leute freuen sich riesig uns im Bus zu sehen, wir sitzen ganz vorn und verfolgen gespannt die Strasse. Und dann, nach circa 20 Kilometern, biegt der Bus ab – aber vor uns sehen wir die Mautstelle zur Autoschnellstrasse nach Peking! Schnell halten wir den Bus an, danken für die Mitfahrt und rennen über die Schnellstrasse hin zur Mautstelle. Marc will hinter dem Mauthäuschen fragen, ich nehme mir gleich das erste Auto vor das ich vor mir sehe. Und siehe da - die kleine Familie sagt auch sofort zu und nimmt uns mit. Wahnsinn! Was für ein Glück….

 

Das erste zu erreichende Etappenziel: Der Platz des Himmlischen Friedens – Tian'anmen

Der Platz des Himmlischen Friedens ist ein beliebter Ausgangspunkt, um sich einen ersten Überblick über die Stadt zu verschaffen. Mit 400 000 qm ist er der größte Platz der Welt. Im Süden wird er vom Qianmen begrenzt vor das 1976, nach dem Tod des Großen Vorsitzenden, das Mao-Mausoleum gesetzt wurde. Mitten auf dem Platz erhebt sich eine Stele zum Gedenken an die Märtyrer der Revolution, das Denkmal der Volkshelden mit Inschriften Mao"s und des früheren Ministerpräsidenten Zhou Enlai's sowie Reliefs aus der Geschichte der chinesischen Revolution. Flankiert wird der Platz von zwei Monströsen, 1959 im sowjetischen Stil errichteten Repräsentationsbauten, der Großen Halle des Volkes im Westen, in der die Partei und der Volkskongreßtagen, sowie das Chinesische Geschichtsmuseum und das Revolutionsmuseum im Osten. Im Norden steht das bekannte Tor des Himmlischen Friedens (Tian'anmen), das zugleich das Südtor des Kaiserpalastes ist.

Die Familie mit der wir mitfahren ist dabei, ihre kleine Tochter zum Ballettunterricht zu bringen. Und leider liegt ihr Studio nicht gaaaaanz auf der Strecke zum Tienamen Platz zu dem wir müssen. Aber die Familie erbarmt sich und bringt uns eine Strasse entfernt zum Platz. Wir hüpfen wie die Wilden herum und bedanken uns übermütig. Und dann geht die Hatz los. Wer schon mal auf dem Tienamen Platz war, der wird wissen welche Ausmaße der größte Platz der Welt hat. Unwahrscheinlich! Ich selbst habe zu Studienzeiten eine Seminararbeit über die Studentenunruhen auf diesem Platz geschrieben, habe viele Bilder gesehen, aber mir nie vorstellen können wie riesig und monströs der Platz wirklich ist. Wir rennen wie die Irren, der Rucksack am Buckel macht dabei wenig Freude aber was solls. Nun gilt es die Peking Express Fahne ausfindig zu machen. Wir rennen unter bunten Drachen hindurch, umschiffen Horden von Menschen und sehen dann die Fahne! Juhu – angekommen – und erste!!!! Was ist das denn mal für ein Start in den Tag, echt gelungen. Und das an meinem Geburtstag, feiner geht es nicht. Wir setzen uns auf den Platz und essen etwas. Währenddessen kommen viele Chinesen auf uns zu und lassen sich mit uns fotografieren – die Freude über jedes Foto ihrerseits ist so groß, das auch wir das Lachen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Irre ist das hier. Unser Adrenalinspiegel wollte auch so gar nicht mehr sinken, war wie verhext das Ganze. Als Susanne und Meik dann da sind erfahren wir das erfreuliche: ab jetzt dürfen wir ohne unsere Rucksäcke weiterreisen, dieser Ballast wird uns genommen. Na das ist ne tolle Aussage – hätten wir das mal immer so gut gehabt, hehehehehe.

 

Unser zweites Etappenziel: über die Kalligraphiezeichner zum Food Market

Das nächste Spiel ist schnell erklärt: mal wieder quer über den Platz heizen hinter das Mao Mausoleum, zu den bereitstehenden Fahrrädern, diese schnappen und dann ab zum Grand View Garden in dem Kalligraphiekünstler auf uns warten und uns das nächste Ziel aufzeichnen werden –auf chinesisch versteht sich! Na das hört sich lustig an, wir fahren eh so gern Fahrrad, das passt gut – und immerhin hatten wir sieben Wochen keine Chance zum radln. Eine gelungene Abwechslung zum ständigen trampen in den Autos. Die Sonne scheint über Peking und unsere Laune ist ungebrochen sehr sehr sehr gut. Es gibt keinen Grund zum Trübsal blasen oder Pferde scheu machen, es ist warm, wir sind in Peking und alles ist super. Was will man mehr?? Die Räder sind schnell gefunden und wir werfen uns mutig auf die Drahtesel. Schnell machen wir auf der Karte ausfindig wo wir lang fahren wollen, noch sind Susanne und Meik neben uns. Aber dann meint Marc sofort nach links abbiegen zu wollen, ich folge ihm mit fliegenden Fahnen. Und der Kameramann, ja der sollte nicht unerwähnt bleiben, denn der saß rittlings auf einem Motorrad als Sozius, Helm am Kopf und die Kamera im Anschlag – wie bei der Tour de France. Und so ähnlich fühlten wir uns dann auch. Der Wind in unserem Haar, der Göpel unter unseren Beinen, die Konkurrenten in unserem Rücken, das Begleitfahrzeug vor uns, die jubelnden Massen neben uns …ähem, ok, es gab keine jubelnden Massen, aber wenn man so im Fieber ist, dann bemerkt man diesen kleinen Kunstfehler nicht, hihihihi. Und dann das – Marcs Kette sprang vom Geholper der kleinen Gässchen Pekings vom Zahnkranz. Marc schaute ganz kurz verdutzt und reagierte dann sauschnell indem er die Kette praktisch in Armstrong Manier im Vorbeilaufen wieder auf das Rad warf. Und dann gings weiter, im Galopp durch Peking – das Ziel immer vor Augen, der Wind der uns die Tränen in die Augen trieb und dann das – wieder ein Kettenfahrwerkfehler bei Marc. Mist, vielleicht hatte er einfach zu viel zugenommen in den letzten Wochen? Das hielten die zarten Chinaräder eben nich aus. Aber was solls, runter vom Rad und rauf die Kette. Mittlerweile sah Marc einem Schlosser ähnlicher als einem Abenteurer. Aber was solls, Opfer müssen eben gebracht werden. Dann geht die Hatz weiter und als wir den Grand View Garden schon fast riechen können, ja ihn fast schon sehen passiert das Unglück: das dritte Mal flitzt die Kette von Marc's Rad! Aber wer denkt das wir uns davon beirren lassen würden, das wir ärgerlich werden würden oder gar die Nerven verlieren der irrt. Nein nein nein, ich konnte mich vor Lachen nicht halten und Marc nahm es gaaaanz gelassen hin, ändern konnten wir es eh nicht mehr.

Kann mal bitte einer die chinesischen Zeichen übersetzten?

Und dann kommen wir endlich an: und es scheint als wenn wir die ersten sind. Die zwei Kalligraphen sitzen bereit, und einer fängt sofort an zu malen. Er zeichnet uns das nächste Ziel in chinesisch auf das Seidenpapier. Wir dürfen uns Hilfe von Passanten holen – aber das ist nicht nötig, hier hatte sich schon jede Menge Publikum angesammelt und ich sprang in deren Mitte und zog eine junge Chinesin heraus von der ich hoffte, das sie auch englisch sprechen könnte. Marc versuchte derweil die chinesischen Zeichen auf der Karte wieder zu finden die wir zu Beginn der Etappe bekommen hatten. Aber die junge Frau die ich an der Angel hatte war schneller: sie meinte unser Ziel wäre der Wangfujing market. Wir fragten noch drei Mal nach aber sie schien echt überzeugt zu sein. Um keine Zeit zu verlieren nahmen wir unser gespartes Geld und hielten ein Taxi an. Als das dann schon losfahren wollte schrie ich noch einmal STOP und meinte zu Marc wir sollten das Blatt mit den chinesischen Zeichen mitnehmen, nur um sicherzugehen, dass wir auch das richtige Platzerl suchen und finden. Marc raste zurück und dann ging die wilde Hatz weiter. Der Taxifahrer schien ja verstanden zu haben wohin wir wollten, aber um sicher zu gehen, sprang Marc bei der nächsten roten Ampel aus dem Auto und rollte vor den Augen des ungläubigen Taxlers das laaaange Seidenblatt mit den chinesischen Schriftzeichen aus. Der Taxifahrer musste irre lachen, als wenn Marc den Witz des Jahrhunderts gemacht hätte – ich bog mich auch vor lachen. Das war mal ein tolles Finalrennen, so viel gelacht in so kurzer Zeit hatten wir selten. Wir hielten uns den Bauch und hechteten dann aus dem Taxi als der Fahrer uns zeigte, dass wir den letzten Rest des Weges zu Fuß zurücklegen müssten. Aber um ganz sicher zu gehen, dass wir richtig waren, sprach ich einen Business Mann an, rollte wieder das Papier aus und dieser nickte dann und bedeutete uns das er uns dahin bringen kann. Aber das Problem war, er wollte GEHEN – ich zeigte ihm das LAUFEN schneller und besser war. Und so lief der Business Mann in seinen Lackschuhen und mit dem Köfferchen in der Hand mit uns durch die Menschen und brachte uns direkt ins Ziel. Juhu juh juhu – wir waren die ersten und bekamen damit wieder zwei Minuten für den Endspurt gutgeschrieben, weil wir als erste am Ziel waren.

Lecker Futter kaufen als vorletztes Amulettspiel des Peking Express

Als Susanne und Meik da waren, ging es zum nächsten Amulettspiel. Es sollte auf dem Wangfujing market eingekauft werden, und zwar die Dinge, die man uns zuvor in zwei Körben jeweils 30 Sekunden lang gezeigt hatte. Und da drin lagen weiß Gott keine Karotten und Äpfel, sondern Dinge von denen wir die Hälfte noch nie in unserem Leben gesehen hatten, und Dinge von denen ich mir lieber nicht überlegen wollte, was es wirklich war. Es sollte dann derjenige das Amulett gewinnen, der die meisten Übereinstimmungen mit dem Ausgangskorb aufweisen konnte. Wenn beide Paare die gleiche Anzahl Richtige vorzuweisen hatten, sollte entscheiden wer als erstes mit dem Korb zurück war. Und so ging es los, zwanzig Minuten hatten wir als Zeitvorgabe, das Geld hatten wir bekommen. Wir stürzten uns in den chinesischen Markt. Marc war schon öfters in Asien gewesen, er mochte diese Küche und schaute nicht ganz so ungläubig wie ich. Aber was wir da alles kaufen sollten: Schafspenisse, Skorpione, Schlangen, Schafshoden, Seesterne, irgendwelche Würmer und Innereien ….naja, Marc war genau in seinem Element und wir kauften ein an was wir uns erinnerten. Und das ging mal so recht und schlecht. Als wir nicht mehr weiterwussten, obwohl und wohl noch einige Dinge fehlten, futterte Marc schon mal ein bisschen, wir hatten seit der Früh nichts in den Magen bekommen und Marc fand den Markt hier einfach nur spitze. Dann gingen wir zurück zum Spieltisch, wir waren eigentlich fertig, konnten uns an nichts anderes mehr erinnern als das was wir im Korb hatten, sollte schon ok sein. Wir waren die ersten die zurück waren. Bei der Auswertung dann gab es eine Überraschung: wir vier hatten doch tatsächlich die gleiche Anzahl an Übereinstimmungen, und nun bekamen WIR das Amulett weil wir früher zurück waren. Wow, das war unfassbar, waren wir uns doch sicher das wir das Amulett nie hätten gewinnen können. Aber es heiterte uns natürlich auf, keine Frage. Und dann durften wir auf Produktionskosten einen kleinen Mittagsimbiss einnehmen, das war voll nett, denn unsere eigenen Rucksäcke mit einem kläglichen Rest Essen waren ja nicht bei uns. Und mit gestärktem Magen lässt es sich schon gleich viel besser arbeiten, hihihi.

Unser drittes Etappenziel: von den fliegenden Drachen über die U-Bahn und zurück zum Food Market

Und dann geht es in den nächsten Teil der Etappe – wir sollen uns zum Ritan Park begeben und dort Drachen in der Luft suchen. An den Drachen sind Umschläge befestigt die wir in unseren Besitz bringen müssen. In den Umschlägen steht geschrieben, wo der nächste Spielort liegt. Also geht es los: beide Paare rennen wie die Wilden gen Strasse los. Wir schnappen uns ein Taxi und erklären, dass wir kein Geld haben – der Taxifahrer nickt es ab und wir sitzen schon. Unserer Meinung nach fährt der Mann eine Schleife, aber was soll's – sitzen tun wir schon mal. Und dann sind wir am Park – davor stehen schon Susanne und Meik und diskutieren mit der Parkwächterin. Klar, hier muss man überall Eintritt zahlen, das würden wir normalerweise auch lieb befolgen, aber heute ist Endspurt angesagt. Füße in die Hand und los heißt es da – wir rennen los und an den beiden vorbei. Susanne kreischt und dann haben wir die beiden dicht hinter uns. Marc findet die Drachen als erster – aber nur weil in der Mitte einer steinernen Theaterbühne zwei Männer stehen die Kurbeln in der Hand haben. Die Drachen selbst sind so hoch oben in der Luft, dass man sie mit dem bloßen Auge grad noch so erkennen kann. Wir holen den Drachen ein, ziehen natürlich zu stark daran, der Chinese hat Angst, dass die Schnur reißt. Aber wir sind eben im Fieber, sind vom Rennadrenalin geschüttelt und sehen Susanne und Meik noch immer nicht neben uns. Und dann kommen sie, unser Drachen ist schon unten und wir reißen noch im weiterlaufen den Umschlag auf. Dort steht das wir mit der roten U-Bahn Linie 1 von der Station „Jianguomen Qiao“ zur Station „Wangfujingstreet“ fahren sollen.

Aaaaaaaahhhhhhhhhhhh – wo issn die U-Bahn Schatzi???????? PANIK …….

Wir rennen wie die Irren los, wo es zum Park hinausgeht – keine Ahnung! Wo es zur U-Bahn geht – keine Ahnung! Wie weit das zum laufen ist - keine Ahnung! Wo Susanne und Meik sind – keine Ahnung! Aber wir botten los – nehmen die Füße in die Hand und geben Gummi was geht. Und der Kameramann? Na immer an unserer Seite, die nahezu 20 Kilo schwere Kamera auf der Schulter während des sprintens – Florian – tausend Dank hier noch einmal an dich, du bist der wahre Held für uns!!!! Marc läuft vor, meine Kräfte gehen langsam aus – er findet die U-Bahn und ruft schon mal. Dann finden wir auch flugs die richtige Bahn und stellen erst dann fest, das der Ort des jetzigen Zieles derselbe wie zuvor ist: der Wangfujing market. Wir müssen lachen, und dann sind wir auch schon da – das ging irre schnell mit der U-Bahn. Wir hetzen die Treppen rauf und über die Strasse und sehen schon von weitem den großen LED Screen mit dem Peking Express Zeichen – ein irrer Augenblick. Und noch etwas war irre: wir sind schon wieder die ersten und bekommen erneut weitere zwei Minuten Vorsprung beim Endspiel auf Susanne und Meik. Aber nur kurz nach uns kommen, auch völlig außer Atem, Susanne und Meik an.

Wir sehen einige Paare wieder – aber nur auf dem LED Screen

Und dann bekommen wir gleich das letzte Amulettspiel des Peking Express erklärt: auf dem Screen werden uns jetzt bereits ausgeschiedene Paare jeweils eine Frage stellen, wissen wir die Antwort sollen wir auf den Buzzer drücken, sollte die Antwort richtig sein bekommen wir einen Punkt, sollte sie falsch sein geht der Punkt an die anderer Mannschaft. Alles klar, wir bekamen fünf Fragen. Die erste konnte Meik sofort richtig beantworten, die zweite Antwort konnte ich sofort beantworten, eine Antwort beantwortete ich falsch und der Punkt ging an Susanne und Meik, eine Antwort konnte Marc noch richtig geben und nun lag es an der fünften an wen das letzte und zehnte Amulett der Reise gehen würde. Und dann die Frage: Marc drückt den Buzzer, es geht um den Namen der Insel auf dem Baikalsee. Ich schaue ihn erwartungsvoll an, er tut dasselbe mit mir. Häh???? Ja weiß er denn nicht …. und dann fragt er MICH. Au Backe, ne ich weiß das auch nicht. Marc sagt dann was, aber war das auch richtig??? Nein – die Würfel sind gefallen, der Moderator gibt den Punkt an Susanne und Meik und damit auch das Amulett. Verdient haben sie es sich redlich, nach all den Strapazen und den Mühen und dem Durchhaltevermögen. Wir freuen uns für sie. Dann geht es noch einmal in einen Park für die letzten Interviews vor dem entscheidenden letzten Rennen. Wir sind aufgeregt, unsere Gedanken kreisen, die Hände sind nur noch feucht und das Herz rast. Die Interviews bringen Abwechslung aber keine Ruhe rein.

Die Gedanken vor dem Finale: wild und emotionsgeladen

Nun stehen wir kurz vor dem finalen Rennen, das Ende ist greifbar nah. Die Anspannung steigt, und viele Fragen kommen auf. Haben wir ein gutes Omen weil heute mein Geburtstag ist? Werden wir die Menschen die uns geholfen haben, die alles für uns gegeben haben, eine Freude mit dem Sieg in Peking machen können? Werden die Kraft und die Nerven reichen es durchzuhalten? Werden wir die richtige Strategie fahren? Wie schnell und wie geschickt werden Susanne und Meik vorgehen? Die große Ermüdung nach fast zwei Monaten der Reise ist jetzt, so kurz vor dem Ende der Reise dem Finale auf das wir uns alle so freuen, wie weggeblasen. Peking – es ist ein Traum – und wir haben Spaß am kämpfen und werden mit Spaß an der Freude weiterkommen, soweit uns eben die Füße tragen werden. We believe in destiny!

 

Unser viertes Etappenziel: Der CCTV Tower, das Osttor des Xuetan Parks und dann ab zum Drumtower – der LETZTEN STATION!

Und dann geht es los – wir sind bei allen drei Spielen vor Susanne und Meik da gewesen und bekommen deswegen insgesamt 6 Minuten Vorsprung. Unser Zielgebiet lautet wie folgt: „Es ist soweit, das finale Rennen beginnt. Begebt euch nun zum CCTV-Tower, fahrt in den 22.Stock und sucht auf der Ostseite des Towers nach dem nächsten Umschlag“. Gesagt getan, schnell sprechen wir noch ab wie wir vorgehen wollen, der Kameramann wird uns zu Fuß folgen, wir müssen auf kein Verfolgerfahrzeug Acht geben. Und in Peking herrscht irre viel Verkehrsstau, hier steckt man schneller fest als man seinen eigenen Namen aussprechen kann. Das kann schief gehen. Die einzige Option: die U-Bahn. Vom vorherigen Spielhaben wir noch den U-Bahn Plan. Darauf können wir erkennen, dass es eine U-Bahn in die Nähe des CCTV'S Towers gibt, eine kurze Strecke ohne umsteigen. Und die wollen wir dann auch nehmen, nur Geld haben wir keines. Die Lösung war loslaufen und jeden ansprechen der europäisch ausschaut. Und das haben wir dann auch gemacht. Und schon der zweite den wir angesprochen haben war: EIN DEUTSCHER! Na das war mal einfach. Schnell erklärt was wir tun und was wir wollen und schon hatten wir das Geld für die U-Bahn Fahrt in der Tasche. Dann ab in die Bahn. Dort schauen uns die Menschen verwundert an, wir schauen sicher hektisch aus und das Grinsen steht uns auch im Gesicht. Es macht uns Spaß durch die Stadt zu hetzen, zu sehen ob unsere Überlegungen richtig waren. Und sofort kommt Marc mit einem Geschäftsmann ins Gespräch – er spricht ein wenig englisch und dann macht Marc etwas ganz verrücktes, etwas was wir bisher noch nie nie nie gemacht haben. Und hier im Finalrennen könnte es uns den Hals retten – er fragt den Mann um ein wenig Geld damit wir schnell weiterkommen. Und er gibt es uns, umgerechnet ungefähr 5 oder 6 Euro. Irre, wir strahlen und kommen aus dem danke sagen gar nicht raus. Er gibt uns seine Visitenkarte und möchte später informiert werden, wie es ausgegangen ist. Wir versprechen es. Unsere Idee mit der U-Bahn gefahren zu sein, könnte genauso gut auch schief gehen, wissen kann das keiner. Und dann kommen wir an, steigen aus und rennen an die Oberfläche – und dann ist es ja doch noch ein Stück zum Tower. Wir nehmen von dem Restgeld der Bahnkarten ein Taxi dorthin und müssen noch über eine Brücke laufen und dann den ganzen langen Weg zum Tower. Der Kameramann? Immer dicht neben uns, genauso verschwitzt wie wir, aber eben mit der Kamera auf der Schulter – eine Bärenleistung!

 

Bitte den schnellsten Fahrstuhl wenn geht, und bitte ohne anstellen, das hier ist eilig!

Wir düsen in den Tower, suchen sofort nach Bediensteten die aufgrund unserer hochroten Köpfe und unserer gellenden Stimmen erkennen, dass Not am Mann ist. Wir bekommen den Angestellten-Fahrstuhl und müssen nicht inmitten der anderen Besucher warten. Keine Zeit den Ausblivk vom höchsten Gebäude Chinas zu bewundern reißen wir den Umschlag draußen im 22. Stock von Geländer ab und jagen wieder abwärts. Der nächste Zielort ist das Osttor des Xuetan Park, gefahren wird mit Rikschas die vor dem Tower bereit stehen. Von den drei dort stehenden sollen wir uns eine plus Fahrer aussuchen. Marc tippt auf einen Rikscha - Mann und es geht los. Nun sind die chinesischen Rikschas nicht gerade auf Turbospeed ausgelegt. Marc schiebt mit dem Fuß an während sich der Fahrer durch unser Gebrüll angefeuert fühlt. Weil aber die Straßenführung in Peking eher bescheiden ist, weil eben viele Verkehrsknotenpunkte, müssen wir einmal um den Pudding fahren mit der Rikscha, heißt auch, eine kleine Ansteigung überwinden. Marc rennt irgendwann nebenher und schiebt die Rikscha an. Der Fahrer findet das so phänomenal, dass er gleich die Füße rauflegt und gar nicht mehr tritt. Hääähh???? Wir machen ihnen auf seinen kleinen „Aufmerksamkeitsfehler“ aufmerksam und dann tritt er wieder, weil aber keine Gänge vorhanden sind und Marc so schnell läuft, treten seine Beinchen immer wieder durch. Huch – der Arme! Und dann strampelt er was er kann, ich feuere an, Marc läuft nebenher, vor uns das Motorrad mit dem Kameramann hintendrauf – ein irres Bild … es geht so hektisch zu, dass man das Adrenalin in den Adern schon für normal hält – voi krank!

Olé – Marc der geborene Rikscha Fahrer!

Und dann reißt Marc der Kragen, er meint das er die Rikscha schneller fahren könnte weil der Fahrer schon so k.o. ist. Ich meine, dass man das sicher nicht machen kann, aber Marc tippt ihm auf die Schulter und nach dem zweiten Nein widersetzt er sich nicht mehr und steigt hinten ein. Während ich hektisch versuche herauszubekommen wo wir lang müssen, repariert Marc grad erneut die heruntergefallene Kette des Rades. Der Rikscha Mann ist so baff ob der Ereignisse, dass er gar nicht mehr reagiert. Ok – dann navigiere ich eben und Marc fährt – basta! Und dann erreichen wir das Osttor des Parks, dürfen sofort das Rad stehen lassen und weitertrampen zum endgültig letzten Ziel … dem DRUMTOWER! Er soll das Ende der Reise kennzeichnen und unserer Aufregung ein Ende setzen. Wir nehmen das Geld das Marc in der U-Bahn geschenkt bekommen hat und setzen uns sofort in ein Taxi. Und um zu vermeiden das der Fahrer nur sein Taxometer voll fährt, geben wir ihm alles Geld was wir noch haben und bitten ihn wirklich schnell ans Ziel zu fahren. Er tut das dann auch, nimmt Abkürzungen, umgeht große Strassen. Wir sind aufgeregt, so aufgeregt, dass man es kaum mit Worten fassen kann. Und dann kommen natürlich die Gedanken auf, was ist wenn wir die ersten sind???? Was ist wenn wir den Peking Express gewinnen? Auweia, wir verdrängen den Gedanken und konzentrieren uns auf die letzten Meter.

Das Ziel ist so nah aber der Weg so weit, uff …

Und dann sind wir da, wir hetzten von einem geschlossenen Eingang zum nächsten, finden den richtigen Eingang nicht sofort, verschrecken einen Wärter und dann sehen wir hinter einer Bauabsperrung den Aufgang zum Drumtower. Wir hören die Drums und sehen doch diese scheinbar unüberwindlich hohe Treppe mit den irre hohen Absätzen. Oh man, und das jetzt wo wir oder wohl besser ich, eh nicht mehr kann. Aber was soll's – Marc geht voran, er ist schon hinter der Biegung verschwunden, ich kann kaum mehr, schnappe nach Luft, finde jeden Schritt einfach nur anstrengend. Aber was soll's. Dann stehen wir endlich in diesem aufregenden Drumtower und sehen – NIEMANDEN.

Wir nehmen die Sticks, steigen auf das Treppchen vor dem großen Drum und schlagen im Takt mit den umstehenden chinesischen Musikern die Drums. Jeder ist jetzt mit seinen Gedanken für kurze Zeit ganz allein, kann genießen, kann erfassen, kann begreifen. Und dann die Verkündung von Patrice:

WIR HABEN DEN PEKING EXPRESS GEWONNEN!!!!!

Oh nein, wir stehen wie angewurzelt, können es kaum glauben, sind zu geschafft um zu brüllen, zu entgeistert um es fassen zu können. Wow – DAS IST DER OBERHAMMER SCHLECHTHIN!!!! Wir fallen uns in die Arme, Tränen rollen jetzt auch einfach die glühenden Wangen herunter. Diese Reise war unbeschreiblich toll, anstrengend, wild, fantastisch – und sie auch noch zu gewinnen ist einfach wundervoll und mit Worten kaum u beschreiben.

Susanne und Meik kommen zwanzig Minuten später an und sind enttäuscht. Wir können es verstehen, aber letztendlich macht ein jeder eine solche Reise wegen der Erlebnisse, wegen den Kulturen, den Ländern, eben der Reise an sich. Wir haben gewonnen – ja. Und wir sind sehr sehr glücklich darüber, und wir danken in Gedanken allen Menschen die uns geholfen haben. Sind unendlich glücklich ………………

Und dann gibt es noch eine Überraschung – man hat unsere Familien und Freunde eingeflogen! Ich kann es kaum fassen, so sehr hatte ich mir meine Eltern hierher gewünscht, das sie bei mir sind, das sie das mit mir erleben, das wir gemeinsam meinen Geburtstag feiern können. Und nun das! Marc's Bruder ist auch hier und Marc freut sich riesig, er ist genauso geplättet wie wir alle. Die Wiedersehensfreude ist immens, sofort geht das Geschnatter los. Die Klappe steht nicht mehr still, leise Tränen fließen. Es ist wahr geworden, wir haben uns bis hierher durchgekämpft, haben alles gemeinsam überstanden und erlebt und geliebt und genossen.

 

 

Ohne euch alle wäre es nicht gegangen!!!!!!!!!!

Wir danken allen anderen Teams die mit uns auf diese Reise gegangen sind, mit denen wir reisen durften, mit denen wir leiden durften, die wir kennen lernen durften. Wir haben die Zeit mir euch sehr genossen, ihr ward irre tolle und sehr lustige Reisegefährten! Und Mädls: wir haben euch irre lieb und das aus dieser Reise eine Freundschaft entstanden ist, die nun so eng geworden ist das man sich jede Woche sieht und viele weitere Erlebnisse miteinander teilt, das hätten wir nie geglaubt und sind umso dankbarer dafür. Dicks Bussal!

Und danke an unser Familien und Freunde , die die Produktion während der Reise genervt haben um zu erfahren wie es uns geht. Unsere Familien die seit der Ausstrahlung mit Werbeplakaten auf ihren Autos herumfahren, jedem davon erzählen, es genauso leben wie wir es geliebt haben diese Reise zu machen. Unsere Lieben die immer und jede Sendung gesehen haben, uns angefeuert haben und immer an uns geglaubt haben – wie irre auch immer diese Idee auf den Peking Express zu gehen, war. Und danke an meine Salzburger (die Fahne an meinem Rucksack hat den Gruß jeden Freitag übersandt) und danke an Köln und Aachen. Tolle Fans, tolle Unterstützung und einfach eine gute Zeit!

Nicht vergessen wollen wir all die treuen Fans unserer Homepage, die mit uns gefiebert haben, uns aufgemuntert haben und sich gefreut haben mit jeder neuen Geschichte auf der Homepage. Danke und tausend liebe Peking Küsschen!

Eure Peking Express Sieger

Anja und Marc