Die 11. Etappe von Datong nach Chengde

Eine chinesische Weisheit besagt: „Eine Freude vertreibt hundert Sorgen!“ Und bei uns sind die Sorgen um die Schmerzen in den Gliedern, die fehlende Kraft und die Angst vor den letzten zwei Etappen passé weil wir in das Land des Lächelns einreisen dürfen! Wir haben es geschafft: China ist erreicht! Die Freude darüber ist riesengroß. Die Grenzfahrt machen wir per Bahn mit der gesamtem Produktion, eine erholsame Fahrt für uns alle – viel Zeit zum schlafen. Wir sind noch drei Teams: Harald und Eva, Meik und Susanne und wir. Auf uns wartet ein neues Land, eine andere Kultur, andere Menschen. Unendlich scheinende Kilometer liegen hinter uns, die Eindrücke waren so vielfältig das man sie kaum verarbeiten konnte. Das Glück das wir in diesen Momenten alle gemeinsam empfinden ist immens.

Aber auch ein ungeheurer Druck wartet auf uns: bei dieser Etappe wird ein Team ausscheiden. Für das letzte Team ist kurz vor den Toren von Peking das Rennen beendet – nur zwei Paare werden bis nach Peking Stadt reisen. Die elfte Etappe führt uns in drei Tagen von Datong nach Chengde, am Abend des zweiten Tages gibt es einen Checkpunkt in Simatai an der chinesischen Mauer mit einem Amulettspiel.

Der Beginn der elften Etappe

Der erste Hike-Tag beginnt mit Sonnenschein. Die Wüste und das öde Land mit wenigen Menschen liegt hinter uns – vor uns das Land der lächelnden Menschen, viel Grün, bunte Wimpel und jede Menge Trubel und Menschengewirr. Das komplette Gegenteil zur Mongolei .. irre Eindrücke ergießen sich über uns, wir schnappen nach Luft und müssen unweigerlich auch lachen weil uns die Menschen mit soviel Freundlichkeit begegnen. Neugierig werden wir beäugt als wir zum Auschecken in die Etappe bereit stehen. Die elfte Etappe beginnt in Datong, mitten in der Stadt. Keiner von uns spricht die hiesige Sprache, wir werden uns alle wieder auf Mimik und Gestik verlassen und hoffen, das man uns versteht. Da wir mit Susanne und Meik als erste am letzten Zielpunkt in der Mongolei, in Saynshand, angekommen waren, dürfen wir eine halbe Stunde vor Harald und Eva starten. Hier, mitten in der Stadt, herrscht ein irrer Trubel, Fahrräder, Autos, Fußgänger – alles wuselt hier durcheinander, das Stimmengewirr ist unfassbar laut.

Wir erwecken jede Menge Interesse aber bekommen schwer einen Hike

Wir laufen los – ein wenig kopflos weil wir die genaue Richtung noch nicht ausmachen können – aber wir hoffen auf Hilfe aus der Bevölkerung. Wir bekommen ein Auto angehalten, aber die Verständigung ist denkbar schlecht. Man beäugt uns, lacht uns an und schüttelt den Kopf. Dann finden wir doch noch jemanden der uns zum Stadtrand fährt – nur ein kleiner Hike aber ein Anfang der uns glücklich macht. Dann laufen wir ein Stück des Weges – in Sichtweite sehen wir eine größere Strasse und eine Tankstelle – sicher ein guter Ausgangspunkt denken wir. Während Marc die Menschen an der Tankstelle fragt, trampe ich die Autos an der Strasse an. Zuerst scheinen wir wenig erfolgreich, aber dann hält ein Bus. Und wir tun was wir immer gemacht haben: nehmen den Bus, denn fahren ist immer noch besser als stehen und wir haben noch keinerlei Tramperfahrung in diesem Land sammeln können. Der Busfahrer nimmt uns auch tatsächlich mit, eine angenehme Fahrt. Klimatisierter Bus (alle Fenster waren offen ;-) ….) und bequeme Sitze. Genügend Zeit um das Land auf uns wirken zu lassen. Wir genießen das sehr, werden gar nicht fertig damit, uns einander immer noch tollere Dinge am Straßenrand zu zeigen. Nach 11 Tagen Mongolei erscheint das Grün der Berge, die bunten Wimpel an den Häusern und die vielen Menschen wie eine andere Welt. Es ist eben tausend und eins, das muss erst einmal verarbeitet werden. Aber wir nehmen die Herausforderung gern an und kommen aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Nach circa einer Stunde steigen wir um, unser Bus fährt nach links ab, wir müssen geradeaus. Das Verfolgen der Route mit der Karte ist schwer für uns – alles ist nur in chinesischen Schriftzeichen angegeben – auf den Schildern wie auch in unserer Karte. Aber jeder von uns merkt sich mit eigenen Eselsbrücken ein paar Zeichen und so kommen wir ganz gut klar. Verpassen es zumindest nicht, den Bus rechtzeitig zu verlassen. Und kaum ausgestiegen sehen wir einen zweiten Bus daherkommen.

Und weiter geht es mit dem Bus – Familienglück und Bauchweh inklusive

Marc sprintet über die Strasse und wir haben Glück: auch hier nimmt man uns gern und bereitwillig mit. Wir sind selig mit uns und dem Land. Vielen Dank für diesen tollen Start in die wichtige Etappe vor Peking! Wir sitzen wieder ganz hinten im Bus, dieser ist sehr voll und die Menschen schauen uns neugierig an. Klar, wir haben eine Kamera mit, zwei riesige Rucksäcke, sind Europäer … alles sehr aufregend. Neben uns sitzt ein kleines Mädchen, vielleicht 5 Jahre alt. Sie bietet uns von ihrem süßen Puffreis an und lächelt glücklich als wir kosten und ihr zeigen das wir den Reis super lecker finden. Draußen vor den Fenstern fliegen Plantagen mit Bambussetzling an uns vorbei – verdeckt mit großen Schilfmatten gegen die sengende Sonne, direkt an der kleinen Landstrasse sieht man die hiesigen Schulen: die Bänke stehen draußen, mit kleinen Stühlchen und das „Klassenzimmer“ ist geschmückt mit bunten Wimpeln. Wahnsinn – sehr faszinierend! Als das kleine Mädchen wenig später aussteigt muss es brechen. Nein nein nein, nicht wegen uns – es war wohl einfach zuviel süßer Reis. Aber sie nimmt es tapfer hin und winkt uns zum Abschied noch zu. Tschüß kleine Prinzessin und alles Gute für dein Bäuchlein! Der Bus nimmt wieder seinen Weg auf und bleibt dann aus einem unerfindlichen Grund in einem kleinen Dorf stehen. Was ist denn jetzt los, fragen wir uns. Aber dann wird es uns klar: der Busfahrer lebt hier und möchte uns seiner Familie zeigen. Nein wie lieb! Von der Familie bekommen wir dann auch allerlei Leckerlis und man bestaunt uns sehr. Nach einer halben Stunde geht es weiter – bis der Bus wieder stoppt. Diesmal wirklich mitten in der Pampa – hinter und vor uns nur Felder und Wiesen, neben uns zwei Minihäuser. That's all! Wir fragen nach und erfahren, dass der Bus hier wendet und wieder zurück fährt – hier ist das Ende der normalen Route. Nun denn, schön war es in jedem Fall. Was uns nur etwas irritierte war der Umstand, dass uns die ganze Zeit kein einziges Auto überholt hatte.

Auch Brennholz kann bequem sein

Also viel Verkehr war hier mal nicht. Aber was sollte es, wir packten unser Essen an der Strasse aus und machten uns mit Ruhe an die letzte Stunde vor Hikeschluß. Doch dann ein Geräusch … ein Auto näherte sich. Lieber Gott – danke für deine Hilfe! Es ist ein Holzlaster der kleineren Sorte – er hat Holzstückchen geladen, so etwas wie kleines Brennholz – und das bis über das Dach. Aber wir bekommen ihn überredet, dass wir uns hintendrauf setzen können – mitten in die Holzstückchen. Okay, war nicht soooo angenehm, eher wie ne Kneippkur, aber auch super. Mal was ganz anderes - jetzt gab es kaum noch Gefährte die wir auf unserer Reise noch nicht bestiegen hatten. Wir genossen die frische Luft um unsere Nase und das ruckeln des Autos. Der Laster fuhr sehr langsam, es ging über eine sehr steile Serpentinenstrasse und wir hatten viel Zeit um die Landschaft zu genießen. Diese Berge hier waren der Hammer, einfach fantastisch. So viel Grün, so viele Bäume – eine romantisch beeindruckende Natur. Langsam kam dann auch die Dunkelheit herein, es wurde kühl hinten auf dem Laster, wir zogen unsere Wetterjacken noch fester um unsere Körper und kuschelten uns aneinander.

Die erste Nacht in China – wir in einem Grand Hotel!

Dann kam der Hikeschluß. Aus Sicherheitsgründen werden alle Paare in die nahe liegende Stadt Fengning gebracht. Vorher wurden die GPS Daten jeden einzelnen Paares genommen um die Startaufstellung für den nächsten Tag zu wissen. Überholt haben wir heute niemanden, vielleicht sind wir ja die ersten, vielleicht … Da wir sehr müde sind und es auch sehr schwer ist in einer Stadt eine Unterkunft zu suchen, entscheiden wir uns dafür ein Hotel zu suchen. Beim dritten Anlauf klappt es dann auch: im „Fu Xing Grand Hotel“ finden wir Unterschlupf. Und die nächste Überraschung lässt nicht auf sich warten: Harald und Eva stehen auf einmal wie aus dem Nichts hinter uns. Klar das wir gleich umsatteln und für vier Personen nach einer Bleibe fragen. Ehrensache ist das doch! Und das klappt dann auch und zwei glückliche Paare dürfen je ein Zimmer im Grand Hotel beziehen. Wir haben ein riesiges Zimmer und ein mega großes Bad mit Wahnsinnsdusche (eine komplette eiförmige Kabine mit Duschdüsen von allen Seiten – der Hammer!). Wir genießen es Ruhe zu haben, ich dusche erstmal gründlich und wasche noch einmal ein paar Sachen von uns. Wir müssen immer jede Möglichkeit nutzen um wenigstens ein wenig saubere Klamotten zu haben. Dann trinken wir einen Tee der im Zimmer bereit liegt und ruhen die Füße aus. Daneben liegt die Landkarte für morgen, es gibt zwei verschiedene Wege die zum Ziel führen werden, es ist schwer einzuschätzen welche die bessere Variante sein wird: mitten hindurch, über eine kleine Landstrasse, oder außen drumherum auf einer größeren Strasse? Wir entscheiden uns für KEINE Entscheidung. Wir werden abwarten und morgen spontan entscheiden wenn wir wissen wohin die meisten Autos fahren. Das Ziel von morgen wird Simatai, wird die chinesische Mauer sein – ein Traum, UNSER TRAUM! Bis an die chinesische Mauer wollten wir kommen, mein Vater wollte dort immer einmal hin, Marc träumt schon lange davon. Und morgen nun sollte es soweit sein. Unser Schlaf ist tief und ruhig, der Körper versucht Kraft zu tanken, das Hirn arbeitet aber weiter – wir träumen hier sehr viel und intensiv, das Land, das Leben, die Menschen, sie prägen auch uns und unser Zusammensein sehr. Gute Nacht China!

Viel Geduld, viel Lächeln und dann doch ein Hike

Am nächsten Morgen kommen wir relativ schnell aus Fengning raus. Marc kauft sich vorher bei einer fahrenden Händlerin noch einen Hühnchenspieß und dann sitzen wir nach zwei Minuten schon in einem Auto von drei Geschäftsleuten die uns an den Stadtrand bringen. Und dort stehen wir dann auch sehr sehr lang. Rechts von uns sehen wir die Strasse welche wir nehmen möchten, in deren Mitte ist ein wunderbarer Blumengarten und alles schaut sehr idyllisch aus, vor uns eine kleine Tankstelle und links von uns eine Brücke über die hoffentlich recht bald ein potentielles Auto für uns kommt. Wir werden von vielen Menschen angesprochen, die Leute an der Tankstelle beäugen uns wieder interessiert, diskutieren mit uns, immer mehr Menschen drängen sich um uns: aber ein Auto bringt das nicht. Wir geben nicht auf, sehen in unserer Nähe einen Bus halten und fragen dort nach. Wir haben Glück und dürfen mitreisen. Wieder ein Bus, aber das scheint hier in China ein sehr dankbares Gefährt zu sein. Wir genießen es auch, müssen nur aufpassen, dass auch der Weg stimmt. Und genau an dieser Stelle wird uns die Überlegung von Vortag abgenommen, der Bus fährt geradeaus, die längere Hauptstrasse hinunter, und nicht den kürzeren quer gehenden Weg. Uns ist es einerlei, Hauptsache wir fahren. Wir fahren im Bus bis nach Huairou und stehen dort zugegebenermaßen ein wenig kopflos herum. Wissen nicht ganz wo die Strasse ist die wir brauchen und mit den Handzeichen der Chinesen können wir nicht viel anfangen. Unsere einzige Möglichkeit steht vor uns in Form eines Taxis. Eigentlich sollten wir unser Geld besser nicht für solche Fahrten ausgeben, aber was soll's. Das Taxi fährt uns zur Ausfallstrasse Richtung Simatai.

Unser Helfer in der Not? Ein Bus – ist doch klar!

Auch dort scheint es schwer ein normales Auto dazu zu bewegen uns mitzunehmen. Und der geübte Leser ahnt es sicher: wir haben wieder einen Bus genommen! Immerhin ist das eine entspannte Art des Reisens, in den Bussen ist immer genügend Platz für uns plus Rucksäcke. Nach gut einer Stunde erreichen wir die Stadt Miyun. Hier staunen wir nicht schlecht, diese Stadt schaut Eins-A aus wie Disneyland. Lauter kunterbunte Häuser mit Türmchen, Brücken, kreisrunden Tordurchfahrten – alles wie in Disneyland. Nur Goofy und Donald haben noch gefehlt. Unser Bus hält hier, wir müssen wieder raus und eine neue Mitfahrgelegenheit suchen. Nun wird es zum ersten Mal richtig anstrengend, viele Menschen stehen um uns herum, alle fassen uns an, reden wild auf uns ein, zerren an unseren Kleidern. Ich bin ein wenig überfordert von der Situation, fange an zu schwitzten, und auch Marc scheint sich sichtlich nicht wohl zu fühlen. Aber eines ist klar: für Geld würden wir hier schnell wegkommen, aber genau das haben wir eben nicht. Glauben kann uns das hier keiner und wir können es ihnen nicht verdenken, auch wenn es die Wahrheit ist. Wir wühlen uns durch die Menschenmassen und bekommen dann ein Auto angehalten mit drei jungen Menschen. Sie fahren in unsere Richtung und nehmen uns gern mit – juhu, juhu, juhu!!!! Bis zur Stadtauffahrt nach Simatai fahren sie uns, von dort aus sind es noch gute zehn Kilometer bis zum Zielpunkt, laufen brauchen wir das nicht, das würde zuviel Zeit kosten. Wir müssen uns um ein Auto bemühen. Das ist schwer, irgendwie scheint hier zu diesem Zeitpunkt niemand raufzufahren ….

Simatai wir kommen – das Glück der Erde liegt eben nicht auf dem Rücken der Pferde sondern auf der chinesischen Mauer

Dann geht Marc zu einem Taxifahrer der am Kiosk gegenüber steht. Dieser will Geld, Marc und ich streiten fast weil ich der Meinung bin wir sollten unser Geld zusammenhalten für morgen, wenn es ans Ziel nach Chengde geht. Marc ist aber auch der Meinung, dass wir jetzt schnell weiterkommen sollten. Ich sage ihm das ich Angst habe zu verhungern wenn wir kein Geld mehr haben, klar war das eigentlich Unsinn, aber wenn man müde und erschöpft ist kommen einem manchmal die ulkigsten Gedanken. Marc bleibt ruhig und überredet mich das Taxi zu nehmen, wohl ist mir nicht bei der Sache, aber wir machen es. Als wir aussteigen sieht der Taxifahrer das wir wirklich nur noch die paar Scheinchen haben die er für die Fahrt wollte, er winkt ab und meint wir sollten unser bisschen Geld behalten. Oh wow, danke danke danke. Ich kann wieder lächeln, manchmal macht mich das irre so viel über so wenig Geld nachzudenken. Auch wenn es bis jetzt natürlich immer gereicht hat. Am Stadttor dann die Einschreibung ins Buch: und wir sind doch tatsächlich die Ersten!!! Unfassbar! Als zweites Paar kommen Susanne und Meik an. Wir erfahren, dass nur wir zwei Paare auf die chinesische Mauer dürfen, zum Amulettspiel. Wir fallen uns in die Arme und sind nun ein wenig entspannter – wir werden die Mauer sehen und anfassen, riechen und fühlen, bestaunen und grüssen, erleben und nicht mehr vergessen. Auf der Mauer angekommen überfällt uns die Sentimentalität, gemeinsam fassen wir das Gemäuer an und können es kaum glauben das wir es aus eigener Kraft bis hierher geschafft haben. Die Chinesen sagen, wer die Große Mauer nicht bestiegen hat, der hat China nicht gesehen – diese Aufgabe hatten wir also gelöst ;-).

Die Geschichte der Mauer ist spannend wie das Anfassen dieses geschichtsträchtigen Gemäuers überhaupt: vor 2700 Jahren bauten einzelne Fürstentümer Mauern gegen ihre Nachbarn, die der erste Kaiser (Qinshihuang) vor 2200 Jahren wieder abreißen ließ weil er für sich ein geeintes Reich erkämpft hatte. Nur die nach Norden, gegen die nomadischen Reitervölker gerichteten Mauern, blieben stehen, wurden sogar verstärkt und miteinander verbunden. In den nachkommenden Jahrhunderten erlebte die Mauer unzählige Störungen und wurde erst zur Ming-Zeit (1368-1644) in ihrer jetzigen Länge (ca. 6800 km) und sichtbaren Form restauriert. In der Ming-Dynastie war die Mauer jedoch keine Grenze mehr, sondern ein veritables Hindernis im Gelände, mehr aber noch ein Kommunikationssystem. Auf der Mauer bewegten sich Reiter wesentlich schneller als im Gelände. Zudem dienten die Türme als Unterkunft für Wachmannschaften, als Lager für Vorräte und Munition und auch als Signalstationen. Flaggensignale, Rauchzeichen und Signalfeuer transportierten Botschaften schnell entlang der Mauer und über weitere Türme zu den Festungen, die sich im Hinterland befanden.

Ein balancierendes Amulettspiel

Auf der chinesischen Mauer in Simatai findet dann auch für uns vier, Susanne, Meik, Marc und mich, das Amulettspiel statt. Auf einem Wachturm, von dem aus man 20 Kilometer der chinesischen Mauer überblicken kann (ein Anblick der uns schier den Atem nimmt weil wir es kaum glauben können das wir es bis hierher geschafft haben), sind drei unterschiedlich große Würfel aufgestellt. Auf zwei der drei Würfel müssen wir jeweils 10 Minuten balancieren. Das Paar von uns, welches am längsten auf dem letzten, dem dritten und kleinsten, Würfel stehen kann (und dieser Würfel war sooooo klein, es passte gerade eine Fußspitze eines jeden darauf oder ein ganzer Fuß von einem von uns beiden) sollte das Amulett und einen wichtigen Vorsprung im Rennen nach Chengde gewinnen. Keine Frage, ein spannendes Spiel, balancieren gehörte nicht zu unseren Topdisziplinen, aber wir würden das schon schaffen können. Wir hatten alle vier sehr gute Laune, waren gelöst ob des Moments die Mauer erklommen zu haben und ob der Tatsache das wir es uns ganz allein und unseren vielen Helfern zu verdanken hatten, dass wir hier stehen durfte. Nach gaaaaanz viel Balancearbeit schafften es dann Marc und ich das Amulett zu erringen. Aber mal im Ernst: das war alles andere als einfach, ich musste mit dem Lachen kämpfen während Marc dringend versuchte uns zwei in Balance zu halten. Und die Angst vor Krämpfen machte das stehen auf dem Miniwürfel auch nicht leichter. Aber es war Spaß und genossen alle diese kleine Auszeit.

Unsere Nacht am Fuße der chinesischen Mauer

Am Abend dann sollten wir am Fuße der chinesischen Mauer übernachten, in dem einzigen Dorf das es an dieser Stelle gab, in Simatai. Die ersten Versuche waren nicht sehr fruchtbar, aber dann kam ein älterer Herr auf uns zu und packte uns praktisch einfach ein. „Mitkommen!“ hieß es da ganz einfach. Wir mussten lachen und folgten ihm gern. Er war wirklich sehr klein, und hatte nur noch einen Zahn im Mund, aber er war ja so zuckersüß! Er führte uns zu seinem Haus, man kann sich das wie eine ländliche Reihensiedlung vorstellen. Das Haus bestand aus einem Eingangsbereich in dem sich auch die Küche befand und aus zwei Zimmern die sich jeweils rechts und links anschlossen. Das zentrale Element jedes Zimmers war ein Bett, richtig groß und gemauert. Unser Gastpapi zeigte uns gleich ganz stolz, dass man die Betten beheizen kann – von der Küche aus! Dort, im Eingangsbereich des Hauses, stand ein niedriger gemauerter Ofen, der Opa musste sich niederknien um den Ofen seitlich mit Holz und Maisstroh zu beheizen. Von dort aus gelangte die Wärme unter das anschliessende Bett hinter der Wand. Das war wichtig weil es im Winter sehr kalt wird. Und keine Frage, das gemauerte Bett war sehr hart, aber trotz allem bequem, eben mal was ganz anderes. Sehr fein! Unsere Gasteltern bereiten uns ein kleines feines Nachtmahl und zeigen uns begeistert Bilder ihrer Götter und Familien. Wir verstehen einander nicht, aber Mimik und Gestik helfen uns aus. Als wir ins Bett gehen zeigt uns der Gastpapa sein Mückenspray – und dann legt er damit los. Hallo, keine Frage, wir hätten eher die drei Mücken ertragen als die Wolke des Sprays die uns schier die Luft zu nehmen drohte … aber auch das fanden wir einfach nur urlieb von ihm. Denn er lächelte uns einfach nur an. Wir erinnerten uns an einen chinesischen Spruch der da hieß: “Das Leben meistert man lächeln oder überhaupt nicht!“. Wir würden uns das für morgen zu Herzen nehmen. Ganz sicher. Es sollte die letzte Nacht vor der letzten Ausscheidungsetappe werden. Wir schliefen mit Herzklopfen ein …. hier, am Fuße der chinesischen Mauer …. when dreams are coming true….

Der wahrscheinlich spannendste und aufregendste Renntag im kompletten „ Peking Express “

Am Morgen dann die Erkenntnis erneut: heute ist die entscheidende Etappe, ein Team wird die Tore Peking nur sehen, aber nicht mehr dahinter kommen. Das Adrenalin steigt und wir sind zugegebenermaßen aufgeregt, wollen nichts falsch machen. Hier geht es nicht um den Sieg, sondern darum das bisher erkämpfte nicht einfach aufzugeben. Wir denken an unsere Familien daheim und sagen der chinesischen Mauer tschüß. Dann noch einen Kuß für unsere Gasteltern und unsere Badeschlapfen die sie so interessiert haben als Geschenk, und dann stehen wir schon an der Strasse. Wir dürfen als erste starten da wir gestern auch als erste am Checkpunkt waren. Und es klappt auch gleich: zwei junge Männer halten an und nehmen uns mit – wieder bis Miyun, der Disneyland-ähnlichen Stadt. Von hier müssen wir jetzt Richtung Xinglong, der nächst grösseren Stadt. Marc und ich reden getrennt mit den umstehenden Menschen, ich bekomme nach wenigen Minuten einen Laster angehalten der uns mitnimmt. Verständigungsschwierigkeiten der gröberen Sorte gibt es erst, als ich versuche zu erfragen bis wohin er uns mitnimmt. Der Fahrer lächelt mir immer wieder zu und nickt und lacht. Ich werde das unbestimmte Gefühl nicht los, das er mich nicht versteht und wir nur nett zueinander sind. Aber was soll's, dann nehmen wir halt jeden Hike solange wie er fährt. Und das sollte auch nicht ganz so lange dauern, nach einer halben Stunde bedauerte unser Fahrer, dass er leider nach rechts abbiegen würde, wir aber geradeaus fahren müssten. Nun denn, wir zeigten ihm, dass es nicht schlimm wäre und versuchten auf der Kreuzung ein neues Auto zu erhaschen.

Irgendwie gibt es hier Kommunikationsschwierigkeiten ….

Aber es wurde zunehmend komplizierter: interessiert waren hier wahrlich viele an uns, aber fahren wollte so recht keiner. Geld hatten wir auch keines und Autos fuhren hier kaum. Es entbrannten wilde Diskussionen unter den Umstehenden. Und dann hält ein junger Fahrer neben uns, mit dem wir zuvor schon einmal gesprochen hatten und deutet uns einzusteigen. Wow! Wir sind selig und furchtbar glücklich darüber. Wir bekommen heraus, dass unser Fahrer in Xinglong geboren wurde und den Weg gut kennt. Und leider erst als wir dort ankommen bemerken wir, das er den ganzen Weg nur wegen uns gefahren ist. Denn er drehte auf den Hacken um und fuhr in die Richtung davon aus der wir gekommen waren. Vielen lieben Dank noch einmal an unseren tollen Fahrer! Und dann beginnt unser persönlicher Horrortrip.

Wo bitte geht es nach Chengde????????

Wir schaffen es eine Stunde lang in die falsche Richtung zu fahren!!! Wir sind in einen Bus gestiegen der irgendwann in der Stadt nach links abbog. Das kam uns komisch vor aber der Fahrer und einige Fahrgäste meinten es wäre die richtige Richtung für uns nach Saynshand. Was wir nicht wussten: sie meinten wir suchen den Bahnhof …. Dort waren wir dann auch irgendwann, aber eben weit weg von der Strasse die wir eigentlich hätten nehmen sollen. Es war furchtbar, unsere Nerven lagen blank und die Stimmung zwischen uns war nun auch nicht mehr ganz so freundlich weil wir uns beide Vorwürfe machten, dass wir den Fehler nicht früher bemerkt hatten. Der Busfahrer bemerkte unsere Verzweiflung und drückte uns Geld in die Hand. Mit dem Bus fahren wir dann zurück zur Ausgangsstrasse und rennen zu den Taxis die wir erspäht haben. Wir nehmen all das Geld was wir geschenkt bekommen hatten und bitten den Fahrer zügig zu starten. Das tut er dann auch. Nach 20 Minuten überholen wir Meik und Susanne die an der Strasse stehen und trampen. Wir halten an, nehmen sie mit. Wir haben das seit 43 Tagen so gemacht, waren immer für fair-play, haben immer ein Team mitgenommen wenn Platz war, waren immer dafür, dass man nicht gegeneinander sondern miteinander spielt. Und diese Haltung wollten wir auch hier auf den letzten Metern der Reise, in dieser so entscheidenden Etappe, nicht aufgeben. Denn es war uns wichtig, dass wir uns selbst treu blieben und uns nicht zu sehr vom Rennfieber packen ließen. So fuhren wir denn zu viert weiter bis unser Geld abgefahren war. Nach weiteren 10 Minuten gemeinsamer Fahrt überholen wir Eva und Harald. Nach weiteren 15 Minuten hält unser Taxi – Geld aus! Während wir aus dem Wagen steigen überholen uns schon wieder Harald und Eva – wow, was ist denn das für ein Rennen? Die Spannung steht allen ins Gesicht geschrieben, das Adrenalin steigt, für Hunger und Müdigkeit bleibt kein Platz.

Und wieder ein Hike zu viert und eine schwierige Entscheidung

Alle sind fixiert auf die kommenden Wägen. Dann ein Lastwagen – er meint bis nach Chengde zu fahren. Wir steigen zu viert ein, Meik, Susanne und ich hinten auf die Ladefläche, Marc vorn neben den Fahrer. Und dann geht es los, erstmal sitzen wir. Aber es ist auch klar, dass wir alle hinter Harald und Eva liegen und das es nichts bringt zu viert bis ins Ziel zu fahren. Noch einmal würden es die Spielregeln nicht erlauben gemeinsam einzulaufen. Der heutige Abend muss eine deutliche Entscheidung bringen. Susanne und Meik rätseln was zu tun ist, ich bin gerädert von den Ereignissen, lasse irgendwie alles auf mich einprasseln und sehr durch das kleine Fenster, wie Marc andauernd und sehr beherzt mit dem Fahrerehepaar spricht. Puh, was ist denn das für ein Tag?!! Und dann die Entscheidung durch Susanne: sie hält dem hinter uns fahrenden Auto ein Schild für das Ziel Chengde hin. Der Fahrer deutet an das er dorthin fährt und sie mitnehmen kann. Susanne und Meik freuen sich wie wild und steigen um. Wir wünschen ihnen Glück – die nächsten Stunden werden zeigen was der liebe Gott für uns vorgesehen hat. Aber bei uns beiden schleicht sich das Gefühl ein, dass wir heute als letztes Paar das rettende Ziel erreichen werden. Eva und Harald vor uns und Susanne und Meik in einem schnellen Jeep – und wir auf der Ladefläche eines Kleinlasters. Nun denn, die Traurigkeit schiebt sich als Kloß in unserem Hals rauf, irgendwie kann man es nicht fassen, so weit waren wir doch gekommen, hatten immer alles gegeben, hatten all unseren Helfern versprochen alles zu tun um nach Peking zu kommen. Aber es sollte eben nicht sein … ich hatte Hunger, mein Magen drehte sich schon … und dann hält der Laster vor den Toren Chengdes!!

Jetzt kann uns nur noch ein Wunder retten …

Himmel hilf, nicht auch noch das! Marc kann es gar nicht fassen, aber es ist eben so, unser Laster fährt hier noch ab, wir müssen geradeaus in die Stadt. Neben uns eine alte Frau die Beeren verkauft, ich habe Hunger und möchte welche kaufen. Aber Marc bittet mich nicht aufzugeben und weiterzukämpfen, auch wenn alles aussichtslos scheint. Und so begebe ich mich denn schon etwas missmutig auf die andere Straßenseite und halte emotionslos den Daumen raus. Und was passiert???? Ein roter, funkelnagelneuer 3-er BMW hält mit quietschenden Reifen. Hääähh?!! Wir rennen hin, eine junge wunderschöne und elegante Dame steigt aus und fragt auf Englisch wohin wir denn möchten. Doppel – hhhääähh????? Was war denn hier los? Träumten wir oder passierte das hier wirklich? Hatte diese wunderschöne Dame wirklich angehalten, sprach sie wirklich perfekt englisch und hatte sie wirklich diesen nagelneuen BMW mit beigen Ledersitzen? Unfassbar, wir waren sprachlos, ganz ehrlich. Aber dann erwachte Marc als erster und erklärte die Situation. Und dann ging alles sehr schnell: die Dame packte uns ein und flog förmlich los. Dabei erklärte Marc ihr das Spiel und sie erklärte uns das Chengde ihre Heimatstadt sei und sie ihre Eltern hier besuche. Und in Peking besitzt sie eine Sprachschule wegen der sie perfekt englisch spricht. Was ist denn das bitte für ein Zufall????? Und sie wurde dann auch so vom Rennfieber geschüttelt, dass sie verpasste das die Strasse nur zwei- und nicht dreispurig war. Und so donnerten wir auf der Gegenspur dahin bis Marc die Dame freundlich aufmerksam machte, dass wir es dann doch nicht sooo eilig hatten. Umbringen musste sich keiner dafür! Und dann passierten wir die Tore von Chengde … hier wird nun ein Team aus dem Peking Express aussteigen müssen. Chengde ist übrigens bekannt als jährliches Reiseziel der Qing Kaiser. In und um Chengde befinden sich die kaiserliche Sommerresidenz, der größte kaiserliche Park der Welt und die Äußeren Acht Tempel. Und eben dieser Park sollte unser Ziel sein. Marc meinte, dass wir bis zum Schluss alles geben würden, auch wenn wir sicher als letzte einlaufen würden. Aber verloren wird immer auf der Schlusslinie und keinen Meter vorher. Ich nickte, wir waren uns einig und rissen die Rucksäcke aus dem Kofferraum und warfen uns die 14 Kilo Monster im Laufen auf den Rücken. Dann ging es im Eiltempo durch das erste Holztor Richtung Park. Das Teehaus musste gefunden werden, soviel stand fest. Aber wo war das?

Und da sage mal einer es gäbe keine Wunder mehr

Und auf einmal das schier unfassbare: es keuchte neben uns und dann der Spruch „Hallo!“ und Harald sauste an uns vorbei. Wir trauten unseren Augen nicht, gesehen hatten wir Harald und Eva vorher nicht! Schnell erholten wir uns wieder von unserem Schock und Marc erhöhte das Tempo. Hilfe, ich wusste nicht ob ich das durchhalten könnte. Aber Grenzen überschreiten war ja ohnehin schon zu unserer Lieblingsdisziplin geworden… und dann ein Schrei – Harald war gestürzt! Ich schrie seinen Namen, wollte zurücklaufen und ihm aufhelfen. Marc schaute mich nur kurz an und dann lief ich doch weiter. Es ging über scheinbar meterhohe Stufen, durch mehrere Tore, wir verliefen uns scheinbar, schrien die Leute an wo das Teehaus sei, erfuhren das es irgendwo am See war, Himmel und wo war der? Waren mit den Nerven und der Kraft am Ende und kämpften doch weiter. Es tat uns später im Herzen leid das wir die Menschen so erschreckt hatten, mit unserem Stress, unseren lauten Stimmen, unserer Hektik. Aber wir waren echt in einem Ausnahmezustand, ohne Frage! Und dann rannten wir durch ein leicht geöffnetes Tor und sahen den See! Juhu, juhu, juhu, juhu, juhu! Wahnsinn, es ging leicht bergab zum See und wir bekamen ordentlich Fahrt drauf, der Rucksack schob von hinten und die müden Beine schafften es nicht mehr das Gewicht vernünftig abzufedern. Marc sah die „ Peking Express “ Fahne als Erster – davor waren noch zwei Brücken zu erzwingen. Zwei Holzbrücken wohlgemerkt vor denen Touristen in einem Pulk zusammengedrängt standen. Marc lief vor mir und schaffte es gerade noch am Rand an den Menschen vorbeizulaufen und dann über die Brücke zu sprinten. Ich hatte die Kraft zum ausweichen nicht mehr, ich tat das einzig mögliche: ich schrie aus voller Kehle und mit aller Puste die ich noch hatte „ATTENTION, ATTENTION; ACHTUNGGGGGGGG!“ und dann raste ich schon wie ein Meteorit auf die Menschen zu. Ich konnte nicht mehr stoppen und merkte nur wie ich mit meinem Rucksack einige Menschen ganz furchtbar traf, wie die Leute auseinander stoben, aber einige es eben doch nicht schafften und von mir zur Seite gerammelt wurden. Meine Güte, wie ein Elefant im Porzellanladen! Aber ganz ehrlich. Aber ich hatte keine Kraft mehr, gar keine mehr, mit 14 Kilo am Rücken einen Endspurt hinzulegen war der Oberhammer. Und dann zog mich Marc noch über die letzte Brücke und wir standen endlich auf der Matte. Geschafft! Wir erfuhren nicht an wievielter Stelle wir waren, aber wir fühlten das wir auf den letzten Drücker gerade noch ins Finale gerutscht waren.

Unendliche Dankbarkeit

Dem lieben Gott sei Dank, wir grüssten in Gedanken alle Menschen die uns hierher getragen hatten und vor allem auch unserem weiblichen Engel die uns bis hierher gebracht hatte. Irre, wir fühlten uns ganz leer auf einmal, standen einfach nur in diesem schönen Park, am Wasser und waren dankbar. Einfach dankbar weil wir es geschafft hatten ….Und wir waren unendlich fertig mit unseren Kräften. Dem ruhigen Treiben in dem Park zuzusehen war fantastisch, einfach toll. Es beruhigte auch unsere Nerven wieder ein wenig. Und dann am Abend das Ranking: wir erfahren das Susanne und Meik als erstes ins Ziel gekommen sind, wir waren doch wirklich Sekunden vor Harald und Eva als zweite ins Ziel gekommen. Kaum zu fassen! Harald und Eva waren raus, die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Es tat uns leid, denn auch sie hatten so sehr für ihr Weiterkommen gekämpft. Zum Schluss müssen sie ihre Amulette weitergeben – sie haben uns auserkoren diese ins Ziel zu tragen. Es verschlägt uns die Sprache, wir sind gerührt. Nun tragen wir alle bisher erspielten Amulette in unseren Händen, viel Vertrauen wurde in uns gesetzt. Wir danken den beiden herzlich und fühlen ihre Enttäuschung. Aber danke an euch – unsere Reisegefährten die ihr genauso wie alle anderen Teilnehmer auch, das Ganze noch viel spannender und abwechslungsreicher gestaltet habt! Toll habt ihr gekämpft und Hut ab vor eurer Leistung!

Als wir den Platz des Rankings verlassen und das letzten Tentcamp der Reise beziehen, steigt über Chengde ein Feuerwerk auf. Wir bestaunen es still und freuen uns alle vier auf morgen.

Peking wir kommen!