Nun soll es also soweit sein: das Grande Finale steht an! Der Peking Express scharrt mit den Hufen vor den Toren Pekings.

Zwei Paare werden um die Gunst der chinesischen Hauptstadt buhlen:

•  die quirlige Susanne mit dem ruhigen und sympathischen Meik und

•  der abenteuerlustige und stets optimistische Marc und Anja das aufgeregte Hemd immer wenn der Weg nicht ganz klar ist.

Wie wird die Entscheidung ausfallen??? Haaaa, das ist spannend, aufregend, mitreißend, nervenzerreibend, fantastisch elastisch, himmlisch unbekannt, vorzüglich verknotet und mächtig furchteinflössend. Es ist kurz und ergreifend das Ende einer gewaltig tollen Reise.

Das Ende von sieben Wochen über Stock und Stein. Sieben Wochen in denen jeder mehr über sich und drei bisher für uns vollkommen unbekannte Länder lernen konnte. Wochen die ins Land gingen und in denen sich auch die Teams näher kamen. Die einen auf der neckenden Ebene, die anderen auf der freundschaftlichen Ebene. Und auch wenn die Fairness für uns immer eine riesige Rolle gespielt hat und noch immer spielt das Märchen vom Sterntaler muss jeder selbst träumen.

Wir teilen gern, geben gern, helfen gern aber wenn es ein Spiel ist dann schickt jeder seine Männchen in der Reihenfolge ins Nest, wie die Würfel gefallen sind. Also keine Angst für's große Damendrücken: es hat keine geheimen Absprachen gegeben zwischen den Teams und was auf uns zukam konnten wir nicht mal im leisesten ahnen. War auch besser so, denn der Schweiß sollte noch durch die kleinen Gassen Pekings laufen und unsere Gemüter erhitzen

 

 

 

DER ANFANG

 

Die ersten Grenzerfahrungen

So sah also die erste Toilette aus, die wir bei unserer ersten Nacht in der Fremde zu Gesicht bekamen…..und tapfer auch benutzt haben!

Und ohne es zu ahnen sollte es auch die letzte Keramiktoilette für eine lange Zeit werden. Die späteren „Örtlichkeitsbesuche“ waren geprägt von Verwunderung, Unfassbarkeit und Überwindung. Aber man gewöhnt sich bekanntlich an alles, ob ein Bretterverschlag oder ein Loch im Boden – es waren irgendwann alles willkommene Orte nach weltrekordverdächtigen Tagen ohne Toilettenbesuch. Und was für die Bewohner gut war konnte für uns ja über kurz oder lang auch kein Problem darstellen.


Überwindung eigener Ängste
Ob die Angst vor großen Hunden oder Platzangst – diese Reise kurierte alle unsere Ängste. Man wurde jeden Tag mit neuen unbekannten Situationen konfrontiert, musste seine eigenen Schwellenängste überwinden und tat Sachen die man sich selbst nie zugetraut hätte. Aber die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen die uns auf unserem Weg begleitet haben und halfen wo es nur ging, die machten auch aus den schwersten Situationen Erlebnisse die man positiv in Erinnerung behalten hat.

Das Thema gestellte Szenen

Der Bungee-Sprung von der Brücke, sowie alle anderen Ereignisse die schier unglaublich erscheinen, wenn nicht gar gestellt wirken – sie sind es definitiv nicht!!!! Wenn in anderen Foren so gern davon gesprochen wird, das viele Situationen bewusst herbeigeführt sind dann können wir euch als „Dabeigewesene“ versichern, dass alles genau so passiert ist wie ihr es seht.


Unerwartete Momente als Teil der Reise

Vieles erschien ob der knappen Einlaufzeiten am Ziel, den waghalsigen Überholmanövern auf der Strasse oder einem zufälligen Zusammentreffen am Abend bei der Schalfplatzsuche auch uns teilweise unecht – aber es ist eben genau so passiert. Wir hatten alle denselben Weg, verfolgten dasselbe Ziel – und gerade diese unerwarteten Momente machten alles noch spannender und aufregender. Zwischenmenschlich wie auch für das Rennen an sich …….
Die unwahrscheinlich große Gastfreundschaft und das Problem der deutschen Medien damit…
Für uns Teilnehmer von „Peking Express“ ist es nicht besonders schön zu lesen, dass es Menschen gibt die glauben, wir hätten die Bevölkerung dort nur benutzt um uns zu bereichern. Es schmerzt wirklich so etwas zu lesen, denn jedes Team war redlich bemüht, den Leuten für ihre Hilfsbereitschaft zu danken und ihnen zu zeigen, daß sie etwas ganz Besonderes für uns getan haben. Natürlich konnten wir nichts Materielles zurückgeben.


Geschichten die keiner vergisst
Aber wir haben den Menschen versucht mit Händen und Füssen von uns und unserer Reise zu erzählen, ihnen Geschichten zu schenken, haben ihnen gern unser Marschgepäck gezeigt für das sie immer viel Interesse zeigten. Sie haben mit uns über den Karten gebrütet und waren stolz uns zeigen zu können, wo und wie man am besten in ihrer Region vorankommt. Marc und ich saßen jeden Abend bis nachts, oft 1 oder 2 Uhr mit unseren Gasteltern am Tisch und haben geschwatzt und Spaß gehabt, auch wenn wir von der Reise des Tages schon sehr übermüdet waren. Aber die Unterhaltung am Abend mit den Familien war der einzige Weg für uns um den Menschen zeigen zu können wie toll wir ihre Hilfe finden.


Oft war es mehr als nur ein Nachtlager

Oft haben uns unsere Gasteltern in der Früh zur Strasse gefahren und ein Opa hat uns sogar ein Auto angehalten und hatte Tränen in den Augen als er uns fahren lassen musste. Er und seine Frau hatten uns für die Nacht ihr Bett überlassen und stolz ihren kleinen Bauernhof gezeigt. Wir sollen sie unbedingt wieder besuchen, das mussten wir ihnen versprechen. André, unser Gastvater der „Luxusherberge“ (Peking Express 2.Folge vom 13.5.2005) fuhr uns am nächsten Tag 300 Kilometer dem Ziel entgegen. Ganz einfach weil er uns mochte und es gern tat. Seine Wohnung, seine Frau und ihre Gastfreundschaft war weder gestellt, noch bezahlt oder geschoben. Marc und ich waren damals in einer dunklen Gegend mit verfallenen Plattenbauten unterwegs. Die Gegend war wenig einladend aber wir mussten uns dort etwas zum schlafen suchen. Das wir André in dem kleinen Kiosk einfach angesprochen haben war Zufall. Das er uns nach den Erklärungen das wir ein Bett für die Nacht brauchten gleich mit zu sich nach Hause nahm war ein Phänomen das auch anderen Paaren passierte. Es ist zwar unglaublich aber wahr, es gibt diese Menschen wirklich - die einen von der Strasse mitnehmen und einem ein Zuhause für eine Nacht anbieten. Ganz uneigennützig, einfach weil es gute Menschen sind, die noch viel für ihre Mitmenschen über haben.


Solidarität als Urgemeinschaftssinn der Ostländer
Ich, Anja, komme selbst aus der DDR und daher kenne ich dieses Füreinander da zu sein noch sehr gut, das jeder jedem hilft ohne einen Eigennutzen zu ziehen oder einen Gegenwert zu erwarten. Und wenn dann die Medien oder Außenstehende diesen tollen Menschen und uns genau diese Solidarität absprechen wollen, dann tun sie nicht nur uns etwas Böses sondern stellen die außerordentliche Hilfe unserer Gasteltern und Fahrer in Frage statt dieser große Ehre zukommen zu lassen. Die Menschen die unseren Weg begleitet und damit auch erst ermöglicht haben fieberten mit uns mit. Sie wollten, das wir Peking erreichen. Und wenn die Reise ganz schwer wurden und man ans aufgeben dachte, dann waren da die Gedanken an die Menschen die soviel dafür getan hatten das wir vorankommen. Und genau deswegen hat man weitergekämpft, um ganz einfach mit dem Durchhalten auch DANKE sagen zu können!


Der deutsche Volkssport „Schlechtreden“
Es ist wohl die Mentalität der Deutschen immer alles schlecht reden zu wollen. Es ist sehr schade aber auch wir, die diese schöne Reise machen durften, müssen damit wohl oder übel umgehen lernen. RTL hat auf dieser Reise nichts aber auch gar nichts gestellt sondern nur DAS aufgenommen, was wirklich passiert ist. Natürlich fallen dem Schnitt einer solchen Sendung viele tolle Momente zum Opfer. Wir möchten versuchen, euch auf dieser Homepage genau diese Momente zu erzählen damit ihr verstehen könnt, warum der „Peking Express“ die wahrscheinlich unglaublichste Reise unseres Leben war!